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Bright Eyes

Letting Off The Happiness

Bright Eyes - Letting Off The HappinessDen Anfang macht ein wie immer sehr melidiöser Song "If winter ends". Er handelt von Obersts Trauer, dem Faktum, dass er bestimmt sterben wird, was eben eine klare Sache zu scheinen vermag. Er möchte flüchten, weg von diesen jenen kalten Ort, irgendwo hin, wo es keine Trauer mehr gibt, gen dem Sonnenlicht. "and i scream for the sunlight / or a car to take me anywhere / just get me past this dead and eternal snow. / because i swear that i´m dying / slowly / but it´s happening".
Sein typisch ungeschminktes Geschrammel und seine sich vehement gegen alles weigernde Stimme sind abermals markant signifikant.
Weiters besingt er den Tod seines kleinen Bruders ("Padraic my prince"), der sein Leben, sowie seine Texte prägte. "I had a brother once/ He drowned in a bathtub / before he had ever learned how to talk." Seither verwendet er das Wort "bathtub" (Badewanne ~~) in vielen weiteren Songs als Sononym für den Tod. Ein spannender, energiegeladener, aber von Schmerz getränkter Refrain und der melancholische, aber gleichzeitig verarbeitende Text, sowie dieses impulsive Gitarrenspiel haben mich sofort überzeugt.
Es folgt eine Art Duett mit Neely Jenkins, wunderbar, dieses akkustische Ambiente. Wiedermal größtenteils nur die Gitarre und das Schlagzeug, dies bringt die nötige Atmosphäre in jenen Song.
Da ich jetzt kaum alle 10 Lieder ausführlich beschreiben und the Thematik behandel kann, da dies vermutlich langweilig und so garnicht knackig wirkt, will ich nur mehr kurz zu den einzelnen Stücken kleine Details erwähnen, eventuell sogar nur zusammenfassen. Ich kann euch die Meinung nicht bilden, das ist schon etwas, das man selbst tun muss. Deswegen behalte ich mir vor, großartig Eindrücke zu offenbaren.
"The city has sex" kommt unglaublich flott und gar rockig daher, fast ungewohnt, aber gut. Und wie.
"the Difference in the Shades", "Touch", "June on the West Coast", "Pull my Hair"
, "A poetic Retelling of an unfortunate Seduction" und "Thereza and Thomas" sind einfach nur Bright Eyes. Gefühlvoll, musikalisch am Folk, bis akkustisches Gitarrengeschrammel, traurige Texte, die von einem genialen Songwriter verfasst wurden. Kein künstliches Getue, fernab von jeglicher Schönmalerei, real und ungeschminkt. und herzhaftes schreien, nahe dem kreischen ist wohl Obersts Hobby, eines, für dass ich ihn küssen könnte.

Nunja, meine Bewunderung gegenüber dieser Band hält sich kaum in Grenzen, ich kann größtenteils eben nur subjektiv berichten und bewerten, ich finde das Album nur wiedereinmal genial. Dieser Begriff wird zwar missbraucht wie kein anderer, trifft recht selten im wahren Leben und in Bezug auf Musik zu, aber hierbei ist es meinerseits mehr als angebracht, ihne zu verwenden.

Wertung :
10/10 (subjektiv)

[6; 7/10 (objektiv, Abzüge eventuell wegen dem Geheule und der überzogenen Trauer und dem nicht wirklich positiven Texten...)] ....hab gemerkt, dass eine objektive bewertung irgendwo so garkeinen sinn hat ~~
placebojoe