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Arckanum / Svartsyn

Kaos Svarta Mar

Arckanum / Svartsyn - Kaos Svarta MarHier haben sich (mal wieder) zwei Langzeitaktivisten aus dem schwedischen Black Metal Untergrund (der zwei Etagen unterhalb von Marduk, Dark Funeral und Setherial liegt) zusammen gefunden, um einen weiteren Scheit in den musikalischen Scheiterhaufen zu werfen. Arckanum haben dafür vier neue Songs und einen Remix (eine "Anti Cosmic" Version vom Kampen Song "Frana") zur Verfügung gestellt, Svartsyn bieten drei Neue und eine Neueinspielung auf.

Seite 1 - Arckanum

Arckanum sind das Ein-Mann Projekt des Sorhin-Drummers Shamaatae. Seit 1993 widmet er seine Musik dem Leben als Troll, allerdings auf eine weit düstere und ernstere Art als es etwa Finntroll tun. Musikalisch beschreitet Arckanum auch einen etwas anderen Pfad, als man es vom Black Metal gewöhnt ist. Das erste mal heben sich die Augenbrauen beim Gesang, der Black Metal-untypisch mehr knurrt als das er schreit (auf alt-schwedisch übrigens). Auch ist hier der Bass sehr klar zu vernehmen (scheint bei Schweden wohl modern zu sein, siehe auch Svartsyn und Nasheim). Die Instrumente sind allesamt recht tief gestimmt (für BM Verhältnisse).
Die fünf hier gebotenen Songs bewegen sich alle mehr oder weniger im Mid Tempo Bereich, mal wirds auch ein wenig schneller, mal auch doomig langsam. Aber es ist, wie im Black Metal so typisch, wieder die Produktion, die den Schliff gibt, und hier ist sie derb gelungen. Die Produktion ist alles andere als sauber, und genau das lässt eine unwirkliche, düstere Atmosphäre entstehen, die völlig im Einklang mit der angestrebten Wirkung von Arckanum's Musik steht. Dabei ist sich Shamaatae auch nicht zu schade, wie im Song "Spitælsker" auf Industrial Elemente zurückzugreifen. Sehr gelungen, das Ganze!


Seite 2 - Svartsyn

Svartsyn sind sogar schon seit 1991 aktiv, da allerdings noch unter dem Namen Challice (die erste Veröffentlichung unter dem Namen Svartsyn erfolgte 1995). Im Gegensatz zu Arckanum haben sie noch nicht sooo viel an Veröffentlichungen vorzuzeigen, was wohl aber auch teilweise am ständig wechselnden Line-Up gelegen hat (ist halt der Nachteil, wenn man kein Ein-Mann Projekt ist). Nunja, kommen wir zur Musik:
Den Anfang macht eine neueingespielte Version von "A night created by the shadows", einem wirklich großartigen, da sehr abwechslungsreichen Song. Mid Temp und Raserei geben sich die Klinke, die Breaks sind an genau den richtigen Stellen gesetzt, und halten den Song interessant. Ich frage mich nur, ob hier nicht Shamaatae am Bass gestanden hat, zu frapierend klingt selbiger nach Arckanum. Na egal, der zweite Song, "Furnance in purgatory" glänzt dagegen leider eher weniger. Hier wird nur (fast) gerast, allerdings will der Funke aus irgend einem Grund nicht so recht überspringen. Dafür holt der dritte Song, "Skinning the lambs" das Eisen wieder aus dem Feuer. Dieser Song ist mein persönlicher Favorit der gesamten Split. Denn hier trifft "genial einfach - einfach genial" zu. Der Bass gibt eine einfache Melodie vor, die sich die gesamten 7 Minuten und 44 Sekunden hindurchzieht, und jeden Nacken unweigerlich in rythmische Bewegung versetzt. Eigentlich hat da jeder nachfolgende Song keine Chance mehr. Der letzte Song "Blåkullaförbannelsen" hält sich dann auch recht bedeckt, was "Hit-Qualitäten" angeht. Sehr, sehr langsam, Gesang im Hintergrund, nicht überragend, aber ein würdiger Abschluss allemal.


So, Fazit des Ganzen? Wie immer: Wer drauf steht schlägt zu, der Rest lässt die Finger davon.
Thorngrim