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Black Rebel Motorcycle Club

Take Them On, On Your Own

Black Rebel Motorcycle Club - Take Them On, On Your Own"We don't like you, we just want to try you!" Das knallt erstma rein! Äusserlich gelassen, cool und eingängig ebnet der Opener "Stop" schon mal die geteerte Strasse des Easy-Rider-Sounds, auf dem Robert Turner (bass/voc), Peter Hayes (guitar/voc) und Nick Jago (drums) wie die Besessenen entlangpreschen. Dass dabei dennoch nie die Poesie verloren geht und die Lyrics alles andere als holzfällerartig rüberkommen, ist ein weiterer Punkt, der diese Truppe auszeichnet. "I'm in love without you..." in "We're All In Love" beschreibt Robert eine launische Liebesbeziehung, die - natürlich - im Fiasko endet. Dazu virbrieren den Basslines, und die Drums knallen so dermassen gut, dass jeder Freund von Soundcomputern den Schwanz einzieht. Noch herber wird's bei "Ha Ha High Babe": Die schrubbenden, dröhnenden Riffs hallen ganz im Stil des 70er Psychedelic Rock dahin und massieren wohltuend das Trommelfell. In ihrer (mittlerweile wohl schon Band)-Hymne "Generation" stellen BRMC die Gesellschaft an den Pranger und zerfliessen am Ende in einer herrlichen Gitarrenorgie. Das hat von allem etwas: Monster Magnet, Kyuss, T-Rex, Doors, Led Zeppelin... Und doch klingt es völlig eigen. Der grosse Unterschied zu anderen "The" Bands ... Der Track "US Government" wurde bereits vor dem Irak-Krieg geschrieben, sagen sie zumindest - nun stiftet er zu heftigen Diskussionen an. "Warum sollen wir die Regierung nicht laut kritisieren dürfen? Das soll doch eine Demokratie sein ...", bemerkt Robert dazu. Davon abgesehen, zielte der Song ursprünglich gar nicht einzig und allein auf die USA ab - doch nach dem Bush-Krieg liegt diese Interpretation natürlich am nächsten. "You can't live this life for me, but how can you have control?" Danach nehmen BRMC erst mal das Tempo zurück. "And I'm Aching" ist eine traumhafte Akustik-Ballade mit hallenden Vocals, und "Suddenly" schiebt den Blues in bestem Psychedelic-Style - in diesem Song kann man sich glatt verlieren, und erinnert nicht zu unrecht an viele Stücke auf dem grandiosen ersten Album der Band. "I've gotta find a place to hide where I know you won't go..." Der Abschluss-Track "Heart + Soul" wiegt sich erst verhältnismässig sanft dahin, um zum Ende ordentlich an Tempo zuzulegen. Das ist wie Aufholen zum Finale eines Marathonlaufs um dann mit einem Sprint doch noch den Sieg einzuholen.

BRMC zweite ist eines der besseren "The Bands" Alben geworden. Bei aller Liebe muss allerdings gesagt werden das sich diese Band im Stillstand befindet, ... nach mehrmaligem Hören erkennt man, wenn mans böse meinen möchte, eine Kopie des Debut Albums. Wenn man eben jenes mochte, ist Take Them On, On Your Own allerdings trotz allem Pfllichtkauf.

8/10

Hörproben
Third Eye