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Boss Hog

Whiteout

Boss Hog - WhiteoutBoss Hog, im grossen und ganzen sind das Christina Martinez und Freund Jon Spencer. Zumindest letzterer dürfte dann schonma nicht ganz unerfahrenen Hörern als positiver Aspekt dienen. Auffallend ist die spezielle Präsenz Christina Martinez, die sich (mal wieder) halbnackt auf dem Cover räkelt, irgendwo zwischen New Yorker Rock-Schlampe und Vogue-Model, und auch sonst gerne im Booklet zugegen ist, alles fotografiert von keinem geringeren als Richard Kern.

Ansonsten gibt es hier mehr Pop als Rock gepaart mit hippen Rhythmus-Experimenten, nen bissel New Wave und das ganze auf schon trashi trashi Garage produziert.
Das hat man übrigens Andy Gill (ex-Gang Of Four) zu verdanken, was vielleicht auch eine Erklärung für die Betonung des rhythmischen Aspekts des schrägen "BOSS HOG"schen Pop-Universums ist.

Trotz eines ziemlich durchkalkulierten Konzepts ist "Whiteout" aber dank eines unverkrampften Gesamteindrucks eine ziemlich befriedigende Erfahrung.

Zum Teil wirklich bemerkenswerte Kopplungen von kaputtem Rock-Understatement und plakativen Popsongs in modernem Gewand mit einigen verdammt feinen Song-Perlen (zb."Jaguar" und "Defender" mit ihrem pervers Eingängigen Vibe). Auf der CD gibt es übrigens auch noch einen amüsanten CD-ROM-Part mit Video, Bio, Photos und einem Spiel, bei dem man die Tonspuren für einen BOSS HOG-Song in Manhattan zusammensuchen muss.

Schöner Glam-Trash der besonders bei feucht-fröhlichen Partys seine Qualitäten zeigt.

7,5/10

Hörproben
Third Eye