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Burden Of Grief

On darker trails

Burden Of Grief - On darker trailsSo, nachdem ich die EP Above twilight wings gewonnen, gehört und für genial befunden habe, musste auch das Album her. Beim ersten Hören war ich allerdings etwas entäuscht. Die Lockerheit und Frische der EP ist verschwunden, es geht nun langsamer und bedachter voran. Die "schwarzen" Teile in der Musik sind auch Vergangenheit. Damit klingen Burden of Grief nun noch mehr nach schwedischem Melodic Death. Das tut der Qualität natürlich keinen Abbruch.

Die zehn Songs werden vom Intro "On darker trails" seicht eingeleitet. Und sofort danach gehts mit "Cold fire" so richtig los. Riffing und Songstruktur erinnern sehr stark an In Flames' Jester Race. Reinstes UpTempo. Nicht anders gehts mit "Demonized" und "Reborn" ("...this is the butchers return..") weiter. Der nun folgende längste Song des Albums, "Another sphere of life" gibt sich hingegen sehr gemächlich. Hier haben die Jungs wohl viel The final chapter von Hypocrisy gelauscht, denn der Song würde ohne Umschweife und Änderungen auch auf dieses Album passen (hatte ich erwähnt, das ich die langsamen Stücke von Hypocrisy gerne höre? ^^). Das folgende "Stigmata" ist ein kurzes Keyboard Instrumental, nicht weiter erwähnenswert. Hätte man auch weg lassen können, und keiner hätts vermisst. "Frozen pain" hingegen ballert wieder im bekannten Stil weiter. Richtig geiler Nackenbrecher. Ähnlich "Under burning skies", welches schon einen fast punkigen Rythmus aufweist. Klingt auch sehr stark. Und dann kommt, womit wohl keiner rechnet: "Master of puppets"! Genau. Der Song wurde 1:1 übernommen, die Riffs sind natürlich fetter als beim Original, der Sänger versucht auch gar nicht erst, nach James Hetfield zu klingen. Ne geniale Version. Sollte man mal den Herren Hetfield und Ulrich unter die Nase halten, vielleicht wachen die dann mal auf.

Fazit: Wenns die Schweden nicht mehr hinkriegen, starke Melodic Death Alben rauszubringen, dann machens eben die Deutschen. Burden of Grief werde ich mir auf jeden Fall noch irgendwann mal live antun, denn ich denke da rocken die Songs noch mehr. Also, wem In Flames mittlerweile zu modern klingen, dem sei On darker trails wärmstens empfohlen.
Thorngrim