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Alice In Chains |
Unplugged |
Man kann über die MTV Unplugged Serie denken was man mag. Für die einen ist es Geldabzocke der Künstler ähnlich einer Best Of Cd, für die anderen ein grossartiges Erlebnis, die Stücke seines Künstlers auch mal akustisch dargebracht zu bekommen. Da ich in MANCHEN Fällen zu Ersterem tendiere, zögerte ich beim Kauf dieses Albums zunächst. Schliesslich besass ich bis dato alle Alben von Alice in Chains und bezweifelte ernsthaft, dass es irgendeinen Sinn haben könnte, sich dann auch noch dieses Live-Album zu besorgen. Denn was kann die akustische Vertonung von alten Songs schon Neues bringen? (...nunja, ich verschwendete zum Glück einen Gedanken an Nirvana... )...und ich wurde eines Besseren belehrt. Die Tracks, insbesondere die im Original härteren Songs wie "Would?" oder "Angry Chair" erhalten durch die Unplugged Version einen vollkommen neuen Anstrich, bleiben dabei aber qualitativ absolut hochwertig. Allerdings befinden sich auf dem Album in der Mehrzahl Songs, die auch in der Originalfassung einen etwas ruhigeren Charakter besitzen. So sind gleich vier Titel von der eher unbekannteren Alice in Chains EP "Jar Of Flies/Sap", ("Nutshell" und "Brother" sind besonders grandios gelungen) sowie jeweils vier Stücke von "Dirt" und ihrem selbstbetitelten vierten Studioalbum. Als 13´tes Stück ist dann noch, die zum Albumrelease noch nicht erschienene Gänsehautballade "Killer Is Me" zu hören. Fazit: Alice in Chains "Unplugged" ist ein fabelhafter Querschnitt durch die bisherigen Werke der Band und ist insbesondere für diejenigen geeignet, die Alice in Chains mögen, wenn Cantrell und Staley die Akkustik rausholen. Wer allerdings die härteren Songs der Gruppe vorzieht, wird an diesem grossartigen Werk vermutlich keinen Gefallen finden. Ich für meinen Teil setze AIC´s Unplugged Session mit Nirvanas wundervollem N.Y. Auftritt gleich. Gott, was vermiss ich diese Szene. ![]() 10/10 |
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