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Björk

Homogenic

Björk - HomogenicDas dritte Soloalbum der isländischen Ausnahmesängerin Björk ist dem Titel entsprechend zugleich auch das homogenste und reifste. Die Ex-Shugarcubes-Frontfrau besinnt sich hier auf stimmungsvolle Soundcollagen und verzichtet im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben auf eingängige Dancebeats. Stattdessen gibt es weite, sphärische Flächen, pulsierende, teilweise stark verzerrte elektronische Beats und darüber Björks kristallklare Stimme. Neben den zahlreichen elektronischen Experimenten kommen aber auch akustische Instrumente zum Einsatz: Ein Streicherensemble gibt den Stücken "Joga" und "Bachelorette" einen symphonischen Touch. Andere eher ungewöhnliche Instrumente wie eine Glasharmonika ("All Neon Like") bringen interessante Klangfarben mit ein. Ganz oben trohnt "Hunter", das meiner Meinung nach düsterste und beste Stück Musik das Björk jemals komponiert hat. Ein Lied das durch tief abgehakt (stakkato) gespielte Streicher und Björks düstere Stimme zu gefallen weiss.
Wer eher Mainstream gewöhnt ist, sollte die Finger von dieser CD lassen! Zitat eines Bekannten: "Sind deine Lautsprecher kaputt?" Wer sich aber gern auf musikalische und soundtechnische Experimente einlässt, wer sich ein akustisches Bild von Island, seinen Mythen, der Landschaft, dem Eis und den Geysiren zu sich nach Hause holen möchte und wer keine Angst vor manchmal etwas rauheren zum Teil seltsamen Tönen hat, dem sei dieses Album (und auch seine beiden Vorgänger) wärmstens empfohlen.

9/10
Third Eye