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Burzum |
Burzum/Aske |
Man kann ja über Varg Vikernes/Burzum denken was man will. Musikalisch sind sie aber unantastbar. Im Januar 1992 erschien Burzum´s selbstbetiteltes Debut. Eingespielt wurde es in den Grieghallen Studios, allein von Varg Vikernes/Count Grishnackh. Es bescherte dem noch jungen Label DSP einen echten kleinen Hit, da dieses Album wie ein Fegefeuer durch den Underground tobte. So etwas wie dieses Album hatte man vorher noch nie gehört. Nicht von Bathory, nicht von Mayhem. Es war ein völlig eigenständiges Meisterwerk. Anders als bei vielen kommenden Black Metal Alben ist hier auch der Bass zu vernehmen (neben den typisch hohen Gitarren). "Feeble screams from forest unknown" beginnt auch gleichmal passend, eine tief in den Gehörgang schneidende Mischung aus Raserei und MidTempo. Varg´s heisere Stimme wird zum Markenzeichen Burzum´s. "Ea, Lord of the depths" ist mein Fav auf diesem Album, ein thrashiger Nackenbrecher mit geilem Solo im Mittelteil. "Spell of destruction" ist ein äußerst anstrengender, äußerst langsamer Song, der fast schon doomig Geschwindigkeit hat. Mit "Channeling the power of souls into a new god" folgt eines der drei Instrumentals des Albums. Am Ende des Songs haucht Varg "Worship me...". Der fünfte Song, "War", könnte dann doch von Bathory gewesen sein, das Riffing kommt einem zumindest sehr bekannt vor. "The crying orc" ist das zweite, sehr kurze Instrumental. Eine einzelne Gitarre schwingt von kurz nach laut. Man kann nochmal Luft holen. Denn dann folgt der längste Song des Albums, "My journey to the stars" (8:10), der eine perfekte Symbiose von allem ist, was Burzum ausmacht: Raserei, schleppende Parts, Vargs heisere Stimme, ein klasse Solo in der Mitte. Genial! Der letzte Track, "Dungeons of darkness" ist dann wieder ein reines Instrumental. Wobei Instrumental eigentlich nicht passt, da hier nur diverse Geräusche zusammengemischt wurden.Im Sommer ´92 erschien dann die EP Aske. Das Cover "ziert" die Brandruine einer der Kirchen, die Vikernes in Flammen gesetzt hat (bin der Meinung, das es die Kirche in Stavanger ist). Neben drei Songs enthielt das Album zudem Streichhölzer. Eingespielt wurde die Scheibe wieder im Grieghallen, diesmal erhielt Vikernes Unterstützung in Form von Samoth, der den Bass übernahm. "Stemmen fra taarnet" ist ein genialer UpTempo Track, der mit einem klasse Zusammenspiel von Gitarre und Bass aufwartet. "Dominus Sathanas" ist das komplette Gegenstück, da es hier sehr schleppend und düster zu geht. Gäbs nicht einige Gesangsfetzen am Anfang, könnte es auch ein Instrumental sein. Song Nummer 3, "A lost and forgotten sag spirit", beginnt auch recht träge, steigert sich dann aber wieder in Raserei. Und das 10 Minuten lang. Ebenfalls ein "must have". Beide Alben gibt es übrigens zusammen auf einer CD als Digipack zu kaufen. Vikernes ist ein Spinner, keine Frage. Aber wie ich eingangs schon sagte: Musikalisch ist er über jeden Zweifel erhaben.... |
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| Thorngrim | VÖ: 1992 |